Mittwoch, 13. August 2008

Peter Schlemihls wundersame Geschichte - Adalbert Chamisso

Titel: Peter Schlemihls wundersame Geschichte
Autor: Adalbert Chamisso
Verlag: Reclam
Veröffentlichungsjahr: ?
Page number / Seitenzahl: 96 Seiten
ISBN: 978-3150000939
Genre: Erzählung
Bewertung: * von *****

In dieser eher kurze Erzählung berichtet Adalbert Chamisso als Mittelsmann ganz unglaubliche Erlebnisse des Protagonisten Peter Schlehmil. Er will von diesen Abenteuern durch Aufzeichnungen des betroffenen selbst erfahren haben, die ein älterer Herr bei ihm abgegeben haben soll. Später stellt sich heraus, dass der beschriebene ältere Herr wohl sehr wahrscheinlich Peter Schlehmil selbst gewesen sein wird. Die eigentliche Geschichte beginnt, wenn Schlehmil von Board eines Schiffes geht um mit einem Empfehlungsschreiben eine neue Anstellung zu bekommen. Bei seinem angestrebten Arbeitgeber in spe begegnet er einem in grau gekleideten Mann, der ansonsten genauso unscheinbar wie seine Kleidung ist. In dessen Gegenwart geschehen ganz unglaubliche Dinge, die Schlehmils Interesse wecken. Kurz darauf bietet der graue Mann Schlehmil Fortunatos Glücks Säckerl im Tausch gegen seinen Schatten worauf Schlehmil einwilligt. Doch wird er diesen Tausch noch bereuen. Die Volksweisheit ‚Man merkt erst was man hat, wenn es weg ist’ trifft hier voll und ganz zu. Sobald die Menschen um ihn herum – das schließt simple Passanten ein – merken, dass er keinen Schatten besitzt, schneiden sie ihn – im besten Fall – oder jagen ihn mit Schimpf und Schande aus der Stadt mit faulem Gemüse etc., das volle Programm eben. Nur ein treuer Diener hält zu ihm und hilft ihm nach allen Kräften diesen Makel geheim zu halten. Als quasi Superreicher kann er sich einige exzentrische Handlungen erlauben, doch nimmt sein schönes Leben ein jähes Ende, als der Vater seiner angebeteten zukünftigen Braut erfährt, dass er keinen Schatten hat. Nicht zuletzt wegen eines Verrats aus nächster Nähe wird dies für ihn zum Fiasko. In seiner Verzweiflung versucht er seinen Schatten zurück zu erlangen, doch der Preis schein ihm zu hoch. Der graue Mann, den er zuvor so verzweifelt gesucht hat, will ihm nun nicht mehr von der Seite weichen. Verzweifelte Zeiten verlangen verzweifelte Maßnahmen und ab diesem Punkt wird die Geschichte einfach noch viel unglaublicher als sie schon zu Beginn war.
Die wundersame Geschichte des Peter Schlehmils beinhaltet etliche Referenzen zu bekannten Märchen und aktuellen literarischen Werken, die vielleicht ein wenig zum schmunzeln anregen. Sprachlich ist dieses Werk ganz seiner Zeit verhaftet und liest sich für den modernen Leser vielleicht nicht so flüssig wie man es gewohnt ist, dennoch ist der Text eingängiger als so mancher zeitgenössischer Text. Vor allem der späte Peter Schlehmil spiegelt geradezu den Autor selbst wieder, nicht nur optisch, sondern auch seiner Berufung nach.
Für den der Realität verhafteten Leser mag der Text ein wenig enervierend sein, jedoch lohnt es sich trotzdem eine Portion Offenheit und Fantasie zu investieren um dieser Erzählung auf Augenhöhe zu begegnen und dennoch ein gewisses Lesevergnügen darauszuziehen.

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Dienstag, 29. April 2008

Sterben und Tod im Mittelalter - Norbert Ohler

Titel: Sterben und Tod im Mittelalter
Autor: Norbert Ohler
Verlag: Patmos
Veröffentlichungsjahr: 2003
Seitenzahl: 320 Seiten
ISBN: 3491690706
Genre: populärwissenschaftlich, Geschichte
Bewertung: **** von *****

Norbert Ohler gibt mit diesem Werk einen sehr umfassenden Einblick rund um die Themen Tod und Sterben im Mittelalter. Dies beinhaltet nicht nur Todesarten wie Krankheiten, Mord, Hinrichtung oder Unfälle, auch nicht nur die religiösen Komponenten, wie beispielsweise der Sachverhalt, dass das christliche Mittelalter an die Auferstehung des Körpers glaubte, nein, er findet in so ziemlich allem einen Bezug zu diesem Themenbereich. Besonders der Anteil an der Alltagsgeschichte ist recht aufschlussreich, wenn die Creden 'Momento Mori' und 'Carpe Diem' erklärt werden, das Erbrecht, der Umgang mit den Sterbenden und später Toten und deren Verhalten, oder die Auswirkungen und Allgegenwärtigkeit von Tod und Sterben herausgearbeitet werden. Selbstredend bekommen Würdenträger wie Papst oder Kaiser ein eigenes Kapitel gewidmet.

Alles in allem lässt sich dieses Buch sehr gut lesen und ist sogar stellenweise recht unterhaltsam. Die Sprache ist verständlich und klar strukturiert so fern keine Parenthesen oder Klammern im Satz vorkommen. Das Buch ist tatsächlich informativ und zudem mit einem durchaus ernst zunehmenden wissenschaftlichen Anspruch verfasst worden und schafft es dennoch auch für eine breitere Masse zugänglich zu bleiben.

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Sonntag, 30. März 2008

Erziehung und Sozialisation im Bürgertum des wilhelminischen Kaiserreichs - Dorle Klika

Titel: Erziehung und Sozialisation im Bürgertum des wilhelminischen Kaiserreichs
Autor: Dorle Klika
Verlag: Peter Lang
Veröffentlichungsjahr: 1988 / 1990
Seitenzahl: 521 Seiten, inkl. Literaturverzeichnisse, Anhänge etc.
ISBN: 3-631-42078-1
Genre: historische Erziehungswissenschaften, historische Sozialisationsforschung
Bewertung: **** von *****

Frau Klika hat in diesem Buch die Umstände näher beleuchtet, unter denen im Kaiserreich eine Kindheit / Jugend verlaufen konnte. Ihre Erkenntnisse stützt sie durch vielfältige Zitate aus Autobiographien in dieser Zeit aufgewachsener Menschen. Einige davon sind recht bekannt.

Ihre Vorgehensweise ist sehr kleinschrittig und gründlich und berücksichtigt viele Details, die zur Sozialisation der jungen Bürger beitrugen, die vielleicht bei der oberflächlichen Betrachtung keine Berücksichtigung gefunden hätten.
Dieses Werk wird gerne in der historischen Sozialisationsforschung zitiert, so z.B. in Budde, Gunilla-Fredericke: Auf dem Weg ins Bürgertum. Kindheit und Erziehung in deutschen und englischen Bürgerfamilien 1840-1914, Göttingen 1994 (Bürgertum. Beiträge zur europäischen Gesellschaftgeschichte Bd. 6).

Der Aufbau ist konsequent durch das ganze Buch gleichbleibend und trägt zur Übersichtlichkeit bei. Ihre Sprache ist dem Thema angemessen, jedoch immer noch leicht verständlich und nicht durch zu lange Satzkonstruktionen verunstaltet.

In allem Zusammen ist es schade, dass das Layout des Buches so simpel gehalten ist und den Gesamteindruck so etwas trübt. Zudem fehlt definitiv ein Sachregister / ein Index, was das wissenschaftliche Arbeiten mit diesem Werk nicht gerade erleichtert.

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Montag, 11. Februar 2008

Das Rad der Zeit: Die große Jagd - Robert Jordan

Titel: Das Rad der Zeit Bd.3: Die große Jagd
Autor: Robert Jordan
Verlag: Heyne Bücher
Veröffentlichungsjahr: 1993; 10. Aufl. 2001
Seitenzahl: 559 inkl. Glossar
ISBN: 3-453-06581-6
Genre: Fantasy
Bewertung: *** von *****

An diesem dritten deutschen Band merkt man sehr deutlich die ursprüngliche Unterteilung im Englischen. Während im zweiten Band wenig für den vielleicht vergesslicheren Leser wiederholt wurde, werden hier viele Charaktere noch mal beschrieben oder wie gänzlich neue behandelt. Auch hat dieser Band wie der aller erste einen Prolog - der zweite hatte keinen - der sich nicht nahtlos in die anschließende Handlung einfügt. Die Tatsache, dass der Protagonist des Prologs unter einem falschen Namen agiert, wird deutlich zu oft hervorgehoben. Auch, da er vielleicht nur zwei mal und das gegen Ende des Kapitels von anderen Charakteren beim Namen genannt wird.

Die Einleitung zum ersten Kapitel ist fast schon episch mit der Beschreibung der Umgebung, des Wetters und allem anderen bis nach zwei Seiten auch Menschen auftauchen.
Das Auge der Welt wurde gefunden und nun ist Rand al'Thor damit konfrontiert seinem Schicksal entgegen zu sehen, wobei ihm der Behüter Lan redlich versucht zu helfen. Nach dem Eintreffen der Amyrlin, der obersten Aes Sedai machen sich die Jungs - Rand, Mat und Perrin - zusammen mit wackeren Kämpfern Schienars auf das gestohlene Horn von Valere wieder zu erlangen. Die beiden Mädchen Egwene und Nynaeve ziehen mit der Amyrlin und ihrem Gefolge gen Tar Valon um dort ihre Ausbildung zur Aes Sedai zu beginnen.

Die Sprache dieses Bandes ist dafür wesentlich flüssiger. Irgendwie habe ich die kurzen, geradezu prägnanten Sätze gegen ende der Abschnitte zu schätzen gelernt. Ihrem pointierten Charakter kann man nur schwer widerstehen.

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Dienstag, 29. Januar 2008

Das Rad der Zeit: Das Auge der Welt - Robert Jordan

Titel: Das Rad der Zeit Bd.2: Das Auge der Welt
Autor: Robert Jordan
Verlag: Heyne Bücher
Veröffentlichungsjahr: 1993; 10. Aufl. 2000
Seitenzahl: 682 inkl. Glossar
ISBN: 3-453-06580-8
Genre: Fantasy
Bewertung: ** 1/2 von *****

Die Geschichte wird dort aufgenommen wo der erste Band aufhört: Die Reisegruppe um die Aes Sedai Moiraine geht getrennt ihrer Wege Richtung Caemlyn - wo sie hoffen wieder aufeinander zu treffen. Während Egwene und Perrin unterwegs auf einen merkwürdigen Einsiedler treffen, der zusammen mit Wölfen im Wald lebt, durchleben Rand und Mat gleich mehrere Angriffe von Schattenfreunden, auch Dank des beherzten Einsatzes des Gauklers Thom. Noch am bequemsten kommen Moiraine, Lan und Nynaeve, wenn letztere sich nicht ständig dazu berufen fühlte Moraine in jeder nur erdenklichen Weise zu kritisieren oder ihre Geringschätzung zu bezeugen. Die Gruppe um Moraine sammelt die beiden anderen Pärchen derweil wieder ein, sogar mit Zuwachs des Ogiers Loial, und durch Träume und andere Wirren erfahren sie von den Plänen des Dunklen Königs. Gemeinsam machen sie sich auf um das Auge der Welt zu finden. Dieses befindet sich in der großen Fäule, gut behütet in einer Art wandelndem Paradies bewacht vom Grünen Mann. Noch während das Grüppchen Vorbereitungen trifft, tauchen unerwartet zwei Verlorene auf und es scheint schon alles verloren, doch dann entbrennt ein fast absurder Kampf, der das Kräfteverhältnis grundlegend auf den Kopfstellen wird.

Verglichen mit dem Ersten Band, wirkt dieser zweite Band vom Rad der Zeit schon wesentlich flüssiger, sowohl sprachlich als auch im Verlauf der Geschichte. Nicht immer wird deutlich, was gemeint ist, manche Dinge erscheinen etwas Zusammenhangslos und bedurften vielleicht einer etwas weitergreifenden Erläuterung bzw. Erklärung. Es bleibt nur zu hoffen, dass dieses 'den Leser in der Luft hängen lassen' beabsichtigt war, und der Zusammenhang zu einem späteren Zeitpunkt erklärt oder aufgelöst wird.
Trotz der merklichen Verbesserung bleibe ich immer noch dabei: die Idee war gut, die Umsetzung lässt immer noch ein wenig zu wünschen übrig. Ich hoffe, dass das nur Startschwierigkeiten waren - man bedenke, dass die ersten beiden Bände im Deutschen zusammen erst den ersten original Band im Englischen ausmachen - und in den folgenden Bänden der Autor in seine eigene Geschichte mehr hineinwächst.

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Samstag, 29. Dezember 2007

Heinrich und Thomas Mann (Duographie) - Klaus Schröter

Titel: Heinrich und Thomas Mann
Autor: Klaus Schröter
Verlag: Europäische Verlagsanstalt
Veröffentlichungsjahr: 1993
Seitenzahl: 148
ISBN: 3-434-50201-7
Genre: textbook, Duographie, Biographie
Bewertung: 0 von *****

Dieses Buch - mit dem eher bescheidenem Umfang von nur 148 Seiten für gleich zwei zentrale Figuren der modernen deutschen Literatur - ist zu gleichen Teilen aufgeteilt auf Heinrich und Thomas Mann. Inhaltlich beziehen sich die beiden Teile auch einige Male aufeinander.
Der Inhalt dieser Duographie ist allerdings schwer zusammenzufassen. Zum einen liegt das am Schreibstil, der den Inhalt eher unzugänglich macht, will sagen, die Verständlichkeit hat stark unter den (literarischen?) Ambitionen des Autors gelitten. Zum anderen ist kein wirklicher roter Faden zu entdecken. Die Mischung wird bestimmt von der Wechselwirkung, die Literatur und Politik bei den beiden Brüdern Mann sowie die, welche sie aufeinander / unternander hatten.
Im Sinne einer Biographie spräche vielleicht die grobe chronologische Orientierung, welche - das möchte ich hier noch mal betonen! - nicht stringent eingehalten wurde. Diese Orientierung wird auch, wie schon erwähnt, nur auf ausgewählte literarische und politische Gesichtspunkte angewandt. Über die familiären Verhältnisse oder gar anderweitig Persönliches erfährt der Leser leider nichts.

Dieses Werk setzt ganz klar auf bereits vorhandenes Wissen zu diesen zwei Persönlichkeiten des ausgehenden 19. und beginnendem 20. Jahrhunderts, was ich nur bedauern kann!
Ebenfalls zu bedauern ist die Tatsache, dass leider keine Literaturangaben im eigentlichen Sinne gemacht wurden, so dass es dem geneigten Leser auch eher schwer gemacht wird, für sich selbst nachzuprüfen, wie der Autor zu seinen Aussagen gekommen ist.

Alles zusammengenommen kann ich dieses Buch nicht im Entferntesten empfehlen. Daher 0 von *****!

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Freitag, 21. Dezember 2007

Schreib-Guide Geschichte. Schritt für Schritt wissenschaftliches Schreiben lernen. - Wolfgang Schmale (Hg.)

Titel: Schreib-Guide Geschichte. Schritt für Schritt wissenschaftliches Schreiben lernen.
Autor: Wolfgang Schmale (Hg.)
Verlag: Böhlau Verlag Wien
Veröffentlichungsjahr: 1999
Seitenzahl: 250 inkl. Register
ISBN: 3-205-99038-2
Genre: textbook / Sachbuch, history / Geschichte, Anleitung / Instructions
Bewertung: *** 1/2 von *****

Bei Schreib-Guide Geschichte handelt es sich um eine praktisch orientierte Anleitung, die Studierenden dabei helfen soll das wissenschaftliche Schreiben im Bereich der Geschichtswissenschaft zu erlernen bzw. die Hemmungen davor zu überwinden. In acht aufeinander aufbauenden, jedoch größtenteils unabhängigen Kapiteln wird dem Leser vorgestellt, wie er sich möglichst effektiv organisieren oder sich mit den Arbeitsmitteln des Historikers vertraut machen kann.
Die Titel der Kapitel lauten:
1. Schreiben um Geschichte zu lernen
2. Führen eines Journals
3. Schreib- und Lernstrategien
4. Kurze wissenschaftliche Arbeiten schreiben - z.B. Rezensionen, Prüfungsklausuren
5. Die Seminararbeit - der grundlegende Ablauf wird erläutert
6. Literatursuche in der Bibliothek und grundlegende Bibliographien
7. Studieren mit dem Computer
8. Dokumentationstechniken
Jedes Kapitel besteht jeweils noch aus weiteren Unterkapiteln.

Zwar können die einzeln vorgestellten Arbeitsweisen auch alleine bestehen und angewendet werden, jedoch ergeben sie alle zusammen eine aufeinander abgestimmte Areitsmethode. Es ist also möglich sich einzelne Aspekte hieraus anzueignen oder in diesem Buch nachzuschlagen, wie z.B. das schreiben von Rezensionen oder Hausarbeiten, ohne das ganze Buch gelesen haben zu müssen.
Besonders der Teil über das Journal-Schreiben klingt besonders hilfreich. Der Verfasser untermauert seine methodischen Vorschläge durch Zitate aus Journalen von Studierender, die über ihre positiven Erfahrungen mit dieser Methode gemacht haben. Dabei wirkt es nicht wie Werbung, oder manche plump wirkenden Anrufe von zufriedenen Kunden in irgendwelchen TeleShopping-Sendungen.

Da das Buch mit Erscheinungsjahr 1999 nicht mehr ganz zu der aktuellsten Literatur zählt, sind besonders die Ausführungen zur 'modernen Technik' etwas befremdlich. Einerseits mögen Screenshots und Erklärungen altertümlich aussehen / klingen, andererseits kamen wenigstens mir Gedanken wie: wow, da gab's sowas schon? Und schon so verbreitet? Man muss bedenken, dass das Buch wohl ein wenig eher als '99 wenigstens in seiner Vorfassung fertig war, und somit Bezüge auf Online-Recherchen schon wieder fast beeindruckend klingen können. Das Internet war damals erst knappe +/-5 Jahre alt (respektive zugänglich für die 'breite' Masse) und die Verbreitung von Personal Computern fing auch erst allmählich an. So verwundern Aussagen, die den praktischen Nutzen von Textverarbeitungsprogrammen, E-Mails und Datenbanken preise, nicht mehr ganz so stark.

Was die Dokumentationstechniken angeht, so schränkt sich der Text selbst schon ein, da es immer noch keine verbindlichen Richtlinien für die Dokumentation in der Geschichtswissenschaft gibt. Es wird aber auf die Wichtigkeit von vollständigen Angaben hingewiesen, und die Notwendigkeit wenigstens in einer Arbeit eine einheitliche Technik zu verwenden.

Neben den manchmal etwas eigentümlichen Formulierungen, besticht das Werk durch seine durchorganisierte Art. Die Reihenfolge der Themen ist durchdacht (wenn auch nicht die einzig mögliche) und somit einfach zugänglich. DerSchreib-Guide Geschichte ist besonders empfehlenswert für Studienanfänger, die noch keine eigene Arbeitsorganisation haben, oder aber jene wie ich, die ihr System endlich mal organisieren wollen, um effizienter zu arbeiten.

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